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speed4-Erfinder Wolfgang Alexander Paes im Fokus

Wolfgang Alexander Paes Wolfgang Alexander Paes

Wolfgang Alexander Paes (*12. Juni 1969 in Mechernich, Nordrhein-Westfalen) ist Erfinder des speed4-Laufparcours. Der frühere Tennis-Bundesligaspieler entwickelte das von Computertechnik gestützte Bewegungsspiel, um Kinder und Jugendliche für sportliche Betätigung zu motivieren.

Im Anschluss an seine Laufbahn als Tennis-Bundesliga-Spieler war Paes zwischen 1990 und 2004 als professioneller Tennislehrer aktiv. Im Zuge fallender Mitgliederzahlen insbesondere im Nachwuchsbereich suchte Paes nach Möglichkeiten, allen voran Kinder und Jugendliche für das Spiel mit dem gelben Filzball zu begeistern.

Paes entwickelte auf dieser Grundlage ein Bewegungsspiel, welches über eine leichte Vergleichbarkeit und einen schnell zugänglichen Wettbewerbsgedanken früh positive Resonanzen hervorrief. In der zweiten Entwicklungsphase wurde der auf Einfachheit orientierte Parcours durch zwei Lichtschranken ergänzt, die verbunden mit einem Steuerteil die Laufdaten über eine eigens programmierte Software auslesbar machten. Damit war Wolfgang Paes Laufspiel geboren, welches er unter dem Namen Speedflipper vorrangig im Kreise seiner Tennisvereine vorstellte.

Bundesliga-Premiere in Rostock
Eher zufällig entstand 2006 der Kontakt zu Bundesliga-Trainer Frank Pagelsdorf, der daraufhin den Laufparcours als Leistungsdiagnostik-Tool im Training des Bundesliga-Vereins FC Hansa Rostock einsetzte. Diese Erfahrung zeigte, dass der Laufparcours unabhängig von Sportarten funktioniert. Paes reagierte und entwickelte das Laufspiel weiter: Aus dem Spielspaß für Tennis-Kids wurde der multisportive Geschicklichkeitsparcours speed4.

2007 war die Geburtsstunde für speed4 in der Schule mit ersten Tests. Ab 2008 fanden regelmässige Meisterschaften statt die auch medial begleitet wurden. Anders als bei Sportvereinen wird der Parcours als reines Laufspiel verwendet, was die Einstiegshürde für Kinder erheblich reduziert. Eingesetzt im Rahmen von Meisterschaften motiviert das Laufspiel bundesweit zur Bewegung. Beteiligte Lehrer und Eltern zeigen sich begeistert, dass speed4 leistungsstarke wie sportlich wenig erfolgreiche Kinder gleichsam zur Bewegung animiert.

Weltrekord von Lionel Messi wird gejagt
Der speed4-Parcours wird auch in verschiedenen Sportarten eingesetzt. Im Fußball machte sich der Wettbewerb "Deutschland sucht den Superdribbler" einen Namen. Bundesweit werden dabei die ballgewandtesten und schnellsten Fußballer gesucht. Bei einem Trainingslauf im Jahr 2011 wurde dabei mit 5,112 Sekunden von Yuri Moraes, ein Nachwuchsspieler des Chemnitzer FC, der von Lionel Messi vom FC Barcelona gehaltene Weltrekord unterboten. Da neue Bestzeiten allerdings nur unter den standardisierten Bedingungen von Finalläufen anerkannt werden, gilt Moraes Rekordmarke nur inoffiziell. Die Rekordjagd im speed4-Parcours treibt Paes als rastloser speed4-Erfinder weiter an.

Neben der Entwicklungstätigkeit für speed4 war Wolfgang Paes auch als Motivationstrainer aktiv. In seiner Begleitung schaffte der damalige Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena in der Saison 2006/2007 den Sprung in das Halbfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund.

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