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speed4-Geschichte

Die Entwicklung des speed4-Parcours geht auf eine Beobachtung zurück. So stellte Wolfgang Alexander Paes, ein früherer Tennis-Bundesligaspieler, als Trainer fest, dass sich die motorischen und koordinativen Fähigkeiten bei Kindern Jahr für Jahr verschlechterten. Paes: „Damals, dass war Ende der 1990er Jahre, sah ich meine Existenz als professioneller Tennistrainer in Gefahr. Denn wer sollte schon in Zukunft Tennis spielen, wenn es an den grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten mangelt?“

Der angestoßene Denkprozess brachte ein Bewegungsspiel hervor. Anfangs rein für den Einsatz im Tennistraining bestimmt, realisierte Paes schnell, welches sportartenübergreifende Potential sein Lauf- und Sprintparcours hatte. Durch die Integration zweier Lichtschranken und in Verbindung mit einfacher Computermesstechnik entstand in wenigen Monaten der Prototyp des speed4-Parcours, auf dessen Grundlage die heutigen Geräte noch aufbauen.

Eine wichtige Station auf dem Entwicklungsweg des speed4-Parcours war der Einsatz als Leistungsdiagnostik-Tool in der Fußball-Bundesliga. 2006 baute der damalige Cheftrainer von Hansa Rostock, Frank Pagelsdorf, das Laufspiel in sein Übungsprogramm ein. Bis heute greifen einige Bundesligisten gern auf den spaßorientierten Dribbelparcours zurück: Im Dezember 2012 zeigte Julian Draxler seinen Teamkameraden von Schalke 04 in Vorbereitung auf ein Champions League-Spiel die Hacken. An den Fabel-Weltrekord von Lionel Messi, der mit unglaublichen 5,125 Sekunden die Bestmarke hält, kam der deutsche Nationalspieler allerdings nicht heran. 

Seit 2010 ist der Lauf- und Sprintparcours bundesweit im Rahmen der speed4-Meisterschaft im Einsatz. Unter standardisierten Bedingungen bringt das Laufspiel Grundschüler aus ganz Deutschland in Bewegung. Seit 2012 gilt der Wettbewerb als einer der größten Sportwettkämpfe für Kinder im Grundschulalter in Deutschland. 2013 nehmen an der speed4-Meisterschaft 500.000 Jungen und Mädchen teil.